Projektteam der Hiroshima City University
Kenji Oi, Dekan der Fakultät für Kunst der HCU
Yoshiharu Maekawa, Professor an der HCU
Masanobu Minami,
Associate Professor an der HCU
Makoto Sekimura, Associate Professor an der HCU
Makoto Fujiwara, Gastprofessor an der HCU
Ulrike Wöhr, Associate Professor an der HCU
Der Hintergrund und Anlaß des Projekts
Die Kunstfakultät der HCU hat in den vergangenen Jahren an drei Ausstellungen in der Stadt Hiroshima teilgenommen, nämlich im Rahmen des Projekts "Die Reife der Stadt und die Rolle der Kunst" (1990, 1991, 1993), dessen Teilnehmer nur aus Professoren und Lehrern bestanden. Danach fand "Metamorphosis HIROSHIMA - das künstlerische experimentelle Ausstellungsprojekt 2003 " statt. Es war eine praktische Übung und ein Versuch, mit der Kunstausstellung Charakteristiken der Region und unserer eigenen Kultur wieder zu entdecken, damit die Kunst und die Stadt (Region) gegenseitig kulturell reifen könnten. Im Zusammenhang damit wurde 2002 von Studenten das Projekt "Kurahashi Art Dokumentation -Kritikalität- "auf der Insel Kurahashi im Landkreis Aki in Hiroshima realisiert. So haben wir noch vier weitere Ausstellungen durchgeführt, in denen im Besonderen der Stadtraum einbezogen wurde. Seit diesen Erfahrungen ist bei unseren Studenten das Bedürfnis verstärkt worden, sich vermehrt auf die Gesellschaft zu beziehen und frische, lebendige Werke zu erschaffen, in denen sich Kunst und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen. Die Resultate dieser verstärkten Aktivitäten wurden schon in Ausstellungen veröffentlicht.
Andererseits ist die AdBK Nürnberg als älteste Kunstakademie in Deutschland bekannt. Durch Austauschprogramme hat sie viele Erfahrungen mit internationalen Projekten sammeln können, ebenso wie mit Projekten im öffentlichen Raum, die den ganzen Stadtraum miteinbeziehen,ganz ähnlich wie unsere Hochschule. Erst im vergangenen September und Oktober arbeitete die Klasse Bury erfolgreich an einem Projekt in Rothenburg o.d.Tauber, Deutschland. Die Stadt ist wegen ihrem mittelalterlichem Gesicht weit über Deutschland hinaus bekannt, sogar bis nach Japan.
Dies sind die Voraussetzungen, auf denen unser gemeinsames Projekt basiert. Wir haben einen Antrag der AdBK Nürnberg erhalten, dieses Projekt in Hiroshima gemeinsam mit der HCU durchzuführen. Daraufhin hat sich unser Projektteam "art project team HCU - AdBK Nbg" begründet.
Professor Yoshiharu Maekawa (HCU)
ÜBER KHORA
Das griechische Wort "khora" beedeutet Platz, Raum oder Land. Platon, der die kosmische Theorie in seinem Dialog Timaeus entwickelte, erwähnt zu den zwei Arten des Seins (1. unveränderte Form = verständliches Modell und 2. verändertes Ding = sichtbare Kopie), die dritte Art des Seins = Khora.
In der Erklärung des Dualismus führt er die Vorstellung von Khora ein. Er bezeichnet dies als einen Behälter, in dem alle Dinge empfangen werden und gleichzeitig alle Dinge entstehen. Dieser enthält Formen und produziert Abbilder von diesem verständlichen Sein. Khora beschreibt einen sehr rätselhaften Weg und einen verständlichen, wobei er keine eigene Qualität besitzt. Platon geht davon aus, dass Khora ein schwer verständlicher und verborgener Faktor ist. Was die Entstehung der Welt betrifft, hält er es aber für eine Notwendigkeit, die verstanden werden muss. Hierbei vergleicht er Khora mit der Mutter, die Form mit dem Vater und das, was aus deren Interaktion entsteht, als das Kind.
Dieser Ort, der als reine Matrix besteht, unterscheidet sich vom physikalischen Ort, an dem wir Dinge systematisch anordnen. Es scheint, dass unsere moderne Gesellschaft die Möglichkeit eines Orts (Khora) ignoriert hat. Wir können die Tatsache nicht bestreiten, dass das in der modernen Gesellschaft entwickelte Museum als neutraler und unflexibler Raum funktioniert, in dem wir Kunstwerke ausstellen. In den meisten Fällen sind die Arbeiten von dem Platz unabhängig, an dem sie ausgestellt werden.
In unserem Kunstprojekt "KHORA" stellen die Künstler ihre Arbeiten im Ausstellungsbereich nicht wie ready-mades auf, sondern jeder Künstler versucht einen, für das eigene künstlerische Konzept geeigneten Platz zu finden, um eine bestimmte Beziehung zwischen der eigenen Arbeit und dem Ort auszuloten. Wir versuchen in diesem Projekt kreative Aktivitäten im öffentlichen Raum im Sinne von Khora darzulegen. Diese künstlerische Praxis will, in der Welt von heute, einen Beitrag zum wiederfinden der unterschiedlichsten Beziehungen zwischen Orten und Dingen leisten.
Professor Makoto Sekimura
Lehrstuhl für Ästhetik an der Hiroshima City University |
Projectteam of the Hiroshima City University
Kenji Oi, Dekan of the faculty of art, HCU
Yoshiharu Maekawa, Professor at the HCU
Masanobu Minami, Associate Professor at the HCU
Makoto Sekimura, Associate Professor at the HCU
Makoto Fujiwara, Guestprofessor at the HCU
Ulrike Wöhr, Associate Professor at the HCU
english version is coming soon! |
広島市立大学プロジェクト・チーム
大井健次
(広島市立大学・芸術学部長)
前川義春(広島市立大学・教授)
南昌伸(広島市立大学・助教授)
関村誠(広島市立大学・助教授)
藤原信(広島市立大学・客員教授)
ウルリケ・ヴェール(広島市立大学・助教授)
プロジェクトの沿革と背景
広島市立大学芸術学部は過去3回にわたり広島市において、教員による芸術実験展示「都市の成熟と芸術の役割 - 歴史的建造物と芸術の共振 -」(平成7、8、10年度)を皮切りに、平成15年には「表象都市metamorphosis広島 - 芸術実験展示プロジェクト2003 -」を開催し、芸術展示をおこなうことにより地域の特色や固有の文化を再発見する等、芸術と都市(地域)が相互作用によってより文化的に成熟していくための実践的研究をおこなってきた。それと共に本学学生が中心となり平成14年には広島県安芸郡倉橋島で「倉橋アートドキュメント - 臨界域 -」展を始め4回に及ぶ町並み全体を使った芸術展示を県内外で開催するようになり、本学学生達の間には社会と積極的に関係を持ち、芸術と社会が直接影響しあう新鮮で活力のある芸術を生もうとする気運が高まり、活発な発表活動をおこなうようになった。
一方、ニュルンベルク美術大学はドイツの美術大学(Akademie=アカデミー)の中で最も古い歴史を持つ大学であり、多くの外国とのプロジェクトの経験を持つと同時に、私達がおこなってきた町並み全体を使った展覧会と類似の実験展示をおこなっている。2004年10月にはドイツ、ローテンブルク市における作品展示プロジェクトを終了したばかりで、このローテンブルク市はドイツの中で中世の面影をほぼ完全にとどめる美しい町として有名である。
これらを踏まえ、本プロジェクトは、共同のレジデンス・プログラム、及びシンポジウム、作品展示の打診を受け、両大学による共同企画として本プロジェクトチームである「広島市立大学・ニュルンベルク美術大学 アートプロジェクトチーム」を発足することになった。
前川義春(広島市立大学芸術学部教授)
コーラー(KHORA)とは
「Khora =コーラー」とは、古代ギリシア語で、場、空間、地方などの意味をもつ。プラトンは、対話篇『ティマイオス』で展開する宇宙論において、知性的存在のイデアとそれをモデルとして生成する感覚的事物とに加えて、二元論を超えた第三の種類をあげる。それが、生成の場としてのコーラー(khora)であり、あらゆるものがそこに受容され、またあらゆるものに形を与える母胎ともされる。可能性を秘めた深淵ともいえるこのコーラーは、物と分離することができず、物の生成に参与する動的な場所であり、物体の配置場所としての近代的な物理空間と異なっている。
近代以降の都市社会は、物とは独立した普遍的空間を重視したために、コーラー的場の展開の可能性を無視してきたように思われる。美術館などの展示施設についても、物=作品がそこに配置される不動の容器として成立している点は否めない。今回のプロジェクト「コーラー」では、あらかじめ定められた展示空間に作品を設置するのではなく、個々の制作者がそれぞれの作品コンセプトに適う場を見出して作品と場との特有の関係の視覚化をねらうことになる。それは、コーラーとしての場の開かれにおける作品形成の実践であり、現代の空間と現代人の空間意識とに、物と場のあいだの相互浸透する多様な関係を回復し、あるいはこの関係を新たな仕方で展開することに通じるであろう。
解説:関村 誠(広島市立大学大学院芸術学研究科助教授)
|